ERÖFFNUNG
Für die Eröffnungsveranstaltung hat das Jüdische Filmfestival Wien eine neue Spielstätte gefunden. Der französische Film
Le petit blond de la Casbah wird ganz passend im Studio Molière gezeigt. Wir sind dem Lycée français de Vienne sehr dankbar, uns dieses angenehme Ambiente zur Verfügung zu stellen.
Wir danken den Sponsoren (Neni, Sussitz, Trzesniewski, Vöslauer, Fabienne, Winzerhof Stift, Zweigstelle), die den Blumenschmuck, den Imbiss und den Inhalt der beliebten Goodie-Taschen spenden.
Genießen Sie Film und Gespräche, gönnen Sie sich etwas Nettes und besuchen Sie unsere weiteren Festivalveranstaltungen zwischen
05. und 22. März im Top Kino und im Metro Kinokulturhaus.
Wegen seiner Filmpremiere reist ein arrivierter, französischer Regisseur zurück nach Algier, wo er aufgewachsen ist. In Rückblenden erinnert er sich an seine frühe Begeisterung für den Film, liebenswerte Verwandte, schräge Vögel und ein fast idyllisches Miteinander der Religionen. Mittendrin, ein kleiner, neugieriger Bub, sowie sein Vater, ein ungarisch-stämmiger Fremdenlegionär und dessen warmherzige jüdisch-algerische Frau. Freundschaften, familiäre Konflikte, Abschiede, Dramen und nicht zuletzt der algerische Unabhängigkeitskrieg prägen den Protagonisten, der mit seiner Familie zu Beginn des algerischen Unabhängigkeitskriegs nach Frankreich zieht. Ein Ausflug in die nordafrikanische Kindheit Arcadys, eine bittersüße Coming-of-Age-Geschichte und eine raffinierte Film-im Film-Konstruktion.
© Alexandre film
Der französische Schauspieler, Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Alexandre Arcady wurde 1947 in Algier, Algerien geboren. Im Alter von fünfzehn Jahren emigrierte er mit seiner Familie nach Frankreich. Die Liebe zu seinem Geburtsland und seine jüdische Identität sind wiederkehrendes Thema seiner Filme und die Liste seiner Werke ist lang. 24 Days (2014), What the Day Owes the Night (2012) Comme les cinq doigts de la main (2010) Pour Sacha (1991) and Dernier été à Tanger (1987) sind nur einige seiner Spielfilme.
© Alexandre film
Nach mehreren Jahren beim ORF Magazin "Heimat fremde Heimat" moderiert und betreut Ani Gülgün-Mayr seit 2011 die Sendung „Kultur Heute“, lädt einmal jährlich zu den „ORF III Künstlergesprächen“ und moderiert seit 2019 die ORF-III-„Licht ins Dunkel“-Gala. Besonders Themen rund um Migration sind ihr ein Anliegen, um nicht nur durch die eigene journalistische Arbeit um Repräsentation zu kämpfen.
zweigstelle
verschönert unsere Feier mit erlesenem Blumenschmuck aus ihrem Atelier.
schenkt unseren Gästen etwas Würze für ihren Alltag.
versüsst den Abend mit feinen Naschereien.
schickt uns etwas Leckeres für zu Hause.
verhindert einen knurrenden Magen am späten Abend.
Um den Gefühlen jüdischer Bürger:innen in Wien nachzuspüren, hat das JFW24 drei Frauen unterschiedlichen Alters eingeladen, ihre Gedanken zu teilen.
ERÖFFNUNGSREDNERINNEN
Schoshana Duizend-Jensen
Victoria Borochov
© Bettina Frenzel
Lena Rothstein ist als Kind Wiener jüdischer Emigranten in Glasgow geboren. 1946 kehrte die Familie aus London nach Österreich zurück. Rothstein ist Schauspielerin und Sängerin von jiddischen und sephardischen Liedern, sowie Liedern aus dem französischen Sprachraum und eigenen Werken.
© Shoshana Duizend-Jensen
Shoshana Duizend-Jensen, geb. 1961, studierte Geschichte und Judaistik und lebt als freischaffende Wissenschaftlerin und Autorin in Wien. 2019 wurde sie für ihre Forschungen und ihr zivilgesellschaftliches Engagement mit dem Leon-Zelman-Preis für Dialog und Verständigung ausgezeichnet.
© Victoria Borochov
Victoria Borochov, ehem. Präsidentin der Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen (JöH), amtiert derzeit als EUJS Vize-Päsidentin und engagiert sich sozial-politisch. Sie studierte Judaistik an der Universität Wien und ist Redakteurin beim NOODNIK-Magazin.