

Festival Eröffnung / Festival Opening
Die Eröffnungsveranstaltung des Jüdischen Filmfestivals Wien findet wieder im Studio Molière, diesmal mit dem ungarischen Film
All about the Levkovices / Lefkovicsék gyászolnak statt. Wir sind dem Lycée français de Vienne sehr dankbar, uns dieses angenehme Ambiente zur Verfügung gestellt zu haben.
Wir danken den Sponsoren (Neni, Sussitz, Trzesniewski, Vöslauer, Fabienne, Schlossweingut Wittmann, Zweigstelle), die den Blumenschmuck, den Imbiss und den Inhalt der beliebten Goodie-Taschen spenden.
Genießen Sie Film und Gespräche, gönnen Sie sich etwas Nettes und besuchen Sie unsere weiteren Festivalveranstaltungen zwischen dem 11. und 25. März im Village Cinemas Wien Mitte und im Metro Kinokulturhaus.
Dienstag, 11.03. 19:00 Studio Molière
Einlass ab 18:00 | Vortrag ca. 30 min. | Filmbeginn ca. 20:00

Der Vortragende / The Lecturer
Prof. Dr. Michel Wieviorka
Die dunklen Wolken, die am 7.10. 23 über das jüdische Leben zogen, haben uns motiviert, unseren Einsatz gegen die zunehmende Verbreitung antisemitischer Vorfälle zu verstärken. Dabei sind wir überzeugt, dass es nicht ausreicht, allein auf Shoah Schilderungen von Zeitzeugen und Historikern zu verweisen. Einerseits können Jugendliche keine persönlichen Erinnerungen an den Holocaust haben, andererseits wird die politische Führung Israels in diversen Medien stark kritisiert. Das führt dazu, dass junge Menschen oft unüberlegt Positionen einnehmen. Heute ist es unerlässlich, „antiisraelische“ und „antizionistische“ Haltungen klar von allgemeinem Judenhass zu unterscheiden, da sich diese so vermischen, dass sie pauschal als Antisemitismus genannt werden. Andererseits wird Antisemitismus oft nicht als solcher erkannt. Um wirkungsvollere präventive Schritte gegen antisemitisches Gedankengut unter Jugendlichen zu definieren, wollten wir die Erkenntnisse der Soziologie einholen.
Deshalb freuen wir uns sehr, dass der international anerkannte Spezialist, Prof. Dr. Michel Wieviorka sich bereit erklärt hat, uns in diesem Vorhaben zu unterstützen.

Dr. Wieviorka entstammt einer jüdischen Familie polnischer Holocaust-Überlebender. Der 1946 geborene, französische Soziologe setzt sich seit vielen Jahren für Demokratie und gegen Antisemitismus und Rassismus ein.
Er ist Doktor der Geisteswissenschaften (Docteur d'État ès-Lettres et Sciences humaines), war Studiendirektor an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS) und leitete außerdem die Internationale Plattform gegen Rassismus und Antisemitismus (PIRA).
Im Laufe seiner Karriere war er außerdem :
- Präsident des Maison des Sciences de l'Homme (2009 bis 2020)
- Mitglied des European Research Council /ERC (2015 bis 2021)
- Präsident der Association Internationale de Sociologie (2006 bis 2010)
Seine Forschungsgebiete und Arbeiten befassen sich mit Antisemitismus, Rassismus, Gewalt und Terrorismus bzw. mit Demokratie, sozialen und kulturellen Bewegungen.
Dr. Wieviorka ist Autor des Buches „L'antisemitisme expliqué aux jeunes“ – aktualisierte Neuauflage 2024 (mehrere Übersetzungen)
Viele seiner Bücher sind in mehreren Sprachen erschienen. Darunter auf Englisch: “The Lure of Anti-Semitism”, “The Arena of Racism, The Making of Terrorism”, “Violence”, “Evil”.
Im Juni dieses Jahres wird „The Last Jewish Joke“ erscheinen.
Der Film / The Movie




Mit wunderbar bissigem Humor und großer Zuneigung wird hier die Geschichte einer jüdischen Familie, ihre Streitigkeiten und Versöhnung erzählt. Tamas ist ein vor allem bei der Jugend beliebter, gealterter Boxtrainer in Budapest, dessen Beziehung zu seinem Sohn Ivan schwer belastet ist. Denn Ivan ist zum orthodoxen Juden geworden und nach Israel gezogen, wo er eine Familie gründete, die sein Vater nie kennengelernt hat.
The story of a Jewish family, their quarrels and their reconciliation is told with wonderful biting humor and great affection. Tamas is an aged boxing coach in Budapest and whose relationship with his son Ivan is strained. Ivan has become an orthodox Jew and moved to Israel.
Die Moderatorin
Sharon Nuni ist seit 2015 Ressortleiterin der ORF Kulturdokumentationen im Fernsehen. Sie wurde in Israel geboren und lebt in Wien. Sharon Nuni studierte Politikwissenschaft und Judaistik. Seit 1998 arbeitet sie in der Kulturabteilung des ORF. Neben der Tätigkeit für Funk und Fernsehen ist Sharon Nuni Übersetzerin für diverse Theater und Verlage.
Die Sponsoren
zweigstelle
verschönert unsere Feier mit erlesenem Blumenschmuck aus ihrem Atelier.
verhindert einen knurrenden Magen am späten Abend.
schenkt unseren Gästen etwas Würze für ihren Alltag.
versüsst den Abend mit feinen Naschereien.
schickt uns etwas Leckeres für zu Hause.
SCHLOSSWEINGUT
WITTMANN
verwöhnt uns mit gepflegten Tropfen.